Kinderhilfe-Kenia

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Reiseberichte

Oktober 2017

Besuch im Gefängniskindergarten

von Regina Hartje-Specht

Besuch im Gefängniskindergarten Shimo La Tewa
Der von uns unterstützte Kindergarten befindet sich im Frauengefängnis Shimo La Tewa in der Nähe von Mombasa. Mütter in Haft bzw. Untersuchungshaft dürfen ihre Kinder bis zum 5. Lebensjahr bei sich behalten. Durch den mit unserer Hilfe eingerichtete kleine Raum haben die Kinder nicht nur eine kindgerechte Umgebung und Betreuung, sondern auch frisches Wasser, Säfte, Obst und Hygieneartikel zur Verfügung. Regelmäßig finden hier zwischen 8 und 25 Kinder tagsüber Unterschlupf und sind nicht der Hitze auf dem kahlen Gefängnishof ausgesetzt.
Besonders freuen wir uns, dass wir in Pia Swatton, eine gute Bekannte aus der Schweiz die bereits seit Jahrzehnten in Kenia lebt, dafür gewinnen konnten einmal wöchentlich nach den Kindern zu schauen und sie in unserem Auftrag mit dem Notwendigem zu versorgen.

Februar 2016

von Hildegard Bargfrede-Schröter
An einem glutheißen Sonntag (14.2.16) fahren wir von unserem Hotel in das Mudzini-Kwetu-Centre, verfahren uns doch tatsächlich ein wenig, aber als das Tor dann für uns aufgeht, wissen wir, dass wir angekommen sind.
Dort steht schon Catherine mit ein paar Kindern, die uns fröhlich entgegenwinken.
Die anderen Kinder, die noch beim Essen sind, kommen dann nach und nach.
Als wir unsere kleinen Geschenke auspacken, ist die Freude groß, und es herrscht den ganzen Nachmittag ein fröhlicher Trubel.
Die größeren Mädchen spielen Model und Prinzessin mit ihren von uns mitgebrachten Kronen, und Peter, mein Mann, ist ihr Fotograf, während ich mit anderen an der Tafel draußen male, Luftschlangen aufblase oder einfach nur fröhlich mit ihnen herumalbere.
Mapenzi kommt immer, stupst mich, wenn sie etwas will, und sie freut sich, wenn man sie auf dem Arm nimmt, obwohl sie schon sechs Jahre ist.
An ihrem Augen sieht man ihr früheres Schicksal, aber man kann auch besonders an ihrer Entwicklung sehen, was aus einem traumatisierten Kind werden kann, das gefördert wird und vor allem Zuwendung bekommt.
Bei einem Lachen von Mapenzi empfinde ich immer eine große Freude.
Catherine behält auch ein paar Sparkassenluftballons zurück für ihre Therapie, bei der Mapenzi einen Ballon aufbläst, um ihre Mundmuskeln zu trainieren.
Ein Erlebnis habe ich noch bei unserer Ankunft, als ich Somoi bei einer jungen Mutter sehe, die ein kleines Kind auf dem Arm hat, und sie mir gleich erzählt, dass Somoi ihr Kind ist, worüber ich überrascht bin.
Auf meine Frage teilt Catherine mir später mit, dass es tatsächlich so ist, und dass Somoi bei ihnen ist, weil ihre Mutter sie nicht versorgen bzw. sich nicht um sie kümmern konnte, aber jetzt trotzdem noch ein anderes Kind bekommen hat.
Ich frage mich, wie die Gefühle der kleinen Somoi dabei sind, aber wir wissen und vor allem sehen wir auch, dass sie dort im Mudzini-Kwetu-Centre glücklich ist - wie die anderen Kinder auch!

Februar 2016

April 2015

von Regina Hartje-Specht
Als wir in Kenia eintreffen, hat gerade die Regenzeit begonnen. Der Weg vom Flughafen Mombasa Richtung Nordküste ist nass und in den matschigen Seitenräumen spielen Kinder und es wird an kleinen Shops und auf den Märkten gehandelt und getauscht. Zunächst schien sich seit unserem letzten Besuch im Oktober, nicht viel verändert zu haben. Doch auf den zweiten Blick erkennen wir recht schnell, dass die Terroranschläge der letzten Zeit die wirtschaftliche Lage in der Küstenregion dramatisch geschädigt haben. Es trauen sich kaum noch Touristen in das Land. Die meisten Hotels sind geschlossen. Nicht nur die Angestellten sondern auch die Zulieferer und Landarbeiter sind ohne Arbeit. Ob bei den Taxifahrern, den Souvenirhändlern oder auf dem Markt, jeder kämpft um ein kleines Geschäft oder einen Auftrag um von dem Verdienst ein paar Lebensmittel für ihre Familien kaufen zu können.

Sehr bedrückt setzen wir unseren Weg zu unseren Mädels im Mudzini Kwetu Center in Kikambala fort. Als sich das Tor öffnet, schauen wir auf einen sauberen mit Bäumen und Palmen gesäumten Weg und hören schon die ersten Kinderstimmen.

Aus allen Ecken und Winkeln kommen die Mädchen angelaufen und zeigen uns ihre große Freude über unseren Besuch.

Wir freuen uns, alle unsere Schützlinge im Heim anzutreffen, da in Kenia noch Osterferien sind. Die Mädchen sind gesund und machen einen sehr gepflegten, glücklichen und zufriedenen Eindruck. Die friedliche und harmonische Athmosphäre in der Einrichtung lässt uns kaum etwas von der Armut und der Verzweiflung im Land spüren. Wieder einmal fühlen wir uns in unserer Aufgabe bestätigt diese Kinder auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft zu unterstützen, und ihnen somit eine positive Perspektive in ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu ermöglichen.

Hierbei ist Bildung neben der Erziehung und Ernährung der wichtigste Bestandteil. Unser Heimleiter Anthony hat die Schulen sehr sorgfältig ausgewählt, sodass auch die schwächeren Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden. Durch großen Fleiß und Engagement können die Kinder gute bis hervorragende Zeugnisse vorweisen und zeigen uns immer wieder ihre große Dankbarkeit für diese Chance.

Auch unsere Neuzugänge haben sich prächtig entwickelt und sind in der Gemeinschaft liebevoll aufgenommen worden. Leider hat es in den letzten Monaten auch personelle Veränderungen gegeben, die sich aber mittlerweilen sehr positiv entwickelt haben.

Zufrieden und voller Stolz über die Entwicklung der letzten Jahre im Mudzini Kwetu Center und die gute Zusammenarbeit mit Heimleiter Anthony, freuen sich mein Mann Hans-Jörg Specht und unser 1. Vorsitzender Ingo Reimann (re.)
Regina Hartje-Specht

Juni 2013

Zeitschrift der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde

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April/Mai 2013 - Unser Aufenthalt im Heim

Ingo und Sonja Reimann im

Mudzini-Kwetu-Centre (Foto: Ingo und Sonja Reimann)

von Sonja und Ingo Reimann
Immer wieder machen wir uns Gedanken, ob das, was wir in Deutschland tun, auch genug ist.... Doch vor Ort in Kenia konnten wir sehen und sogar hautnah miterleben, was mit all den kleinen und großen Spenden und Hilfen bewegt wird, die wir hier erhalten und nach Kenia weiterleiten. Wir waren sehr froh darüber, dieses Mal zehn Tage im Heim verbringen zu können und es war sehr beeindruckend den täglichen Tagesablauf mit zu verfolgen. Wir wurden sofort mit eingebunden...uns wurde eines der Babys zum Füttern in die Arme gedrückt...wir durften beim Entwirren und Frisieren der Haare helfen... hatten unseren Spaß bei gemeinsamen Spielen...durften den Mädels beim Kochen über die Schulter schauen und den Teig für Chapati kneten. Jeder hat dort seine Aufgabe, die auch gewissenhaft erfüllt wird und am Wichtigsten... die erneute Bestätigung und Gewissheit, dass die Mädchen und jungen Frauen in diesem Heim wirklich glücklich sind, nachdem sie in ihren jungen Jahren teilweise unfassbar schreckliche Dinge erleben mussten und als Waisen oder misshandelt und verstoßene Kinder auf der Straße keine Überlebenschance gehabt hätten. Es wird ihnen ein wirklich geborgenes Heim und eine FAMILIE geboten.

Papaya- und Maracuja-Saatgut

als Präsent für das Kinderheim (Foto: Ingo und Sonja Reimann)

Nun zu unserer Reise...
Kurz vor unserer Abreise erhielten wir von George, unserem Mitarbeiter im Heim, eine Anfrage, ob wir Saatgut für Papaya und Maracuja aus Deutschland mitbringen könnten, da diese deren Erfahrungen nach qualitativ hochwertiger sei als heimische Samen. Mit dieser Bitte haben wir uns an Ingos "alten" Klassenkameraden und Gartenfachmann Stefan Ludwig gewandt, der uns die Adresse eines Importeurs gegeben hat und dieser sofort bereit war, uns das Saatgut zu spenden. Vielen Dank dafür!
Mit weiteren Spenden in Form von Kleidung oder Ausstattung für die Handwerker sowie einigen Präsenten reisten wir vollgepackt nach Kenia.

Unseren Aufenthalt haben wir dieses Mal bewusst zur Regenzeit geplant, um die günstigen Flugpreise zu nutzen. Allerdings mussten wir nach unserer Ankunft feststellen, dass die Regenzeit in diesem Jahr ihrem Namen alle Ehre macht und die Auswirkungen mit Überschwemmungen im Land extrem sind. Für unser Heim bedeutete dies mehrtägige Stromausfälle - und damit auch Ausfall der Pumpen für die Wasserversorgung - die nicht komplett durch das Backupsystem – Solaranlage und Akkus – aufgefangen werden konnten.
Der Empfang im Heim war wieder sehr herzlich und alle freuten sich auf die bevorstehende gemeinsame Zeit und wir aufgrund der Ferien besonders viel gemeinsam unternehmen konnten.

Ausflug nach "Mamba-Village"

(Foto: Ingo und Sonja Reimann)

"Parentsday" Elterntag in der Schule
Am Montag nach unserer Ankunft, am letzten Schultag vor den Ferien, durften wir an dem Elterntag in der „Mtwapa Elite School“, der Schule unserer Mädchen, dabei sein. An diesem Tag wurden drei unserer Mädchen für ihre guten Leistungen ausgezeichnet und weitere Mädels durften bei Aufführungen mitwirken. Später haben wir erfahren, dass auch unsere „Zawadi“ an einer anderen weiterführenden Schule durch besonders gute Noten glänzt. Wir sind so stolz auf euch!

"Mamba-Village"
Um den Kindern einen besonderen Tag in ihren Ferien zu bieten, haben wir mit ihnen einen Ausflug nach "Mamba-Village" gemacht. Dieses ist ein Tierpark mit einigen Fahrgeschäften in Nyali/Mombasa. Ein unvergessener Tag mit hellem Kinderlachen und eine Freude für alle Anwesenden!

Catherine, Saumu und der Rektor der Schule

(von rechts) (Foto: Ingo und Sonja Reimann)

Universität
Zum Ende unseres Aufenthaltes durften wir Brenda verabschieden, die sich in Begleitung von Catherine auf den Weg nach Nairobi gemacht hat, um dort ihr Jura-Studium zu beginnen. Es ist so aufregend, die Entwicklung von ihr zu verfolgen…Von einem Kind, über ihre pubertäre Phase, bis hin zu einer selbstbewussten Frau, die nun ihr Studium beginnt. Wir wünschen ihr alles Gute, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an alle Förderer, die dabei geholfen haben, ihr dieses Studium und damit unglaubliche Chance im Leben zu ermöglichen.

Zum Schluss auch noch einen herzlichen Dank an das ganze Team im Mudzini Kwetu Centre für die tolle Arbeit, die dort geleistet wird. Durch unseren mehrtägigen Aufenthalt haben wir erfahren dürfen, wie sehr Sie sich die Mitarbeiter im Heim engagieren und für die Mädchen einbringen. Ein ganz besonderes Dankeschön an Catherine („Mutter“, Seelsorgerin, Lehrerin, Bürokraft, Krankenschwester und gute Freundin für die Mädchen), die sich praktisch 24 Stunden um die Mädchen kümmert, immer ein offenes Ohr für sie hat, ihnen bei allen Sorgen und Nöten zur Seite steht, einen wichtigen Beitrag bei der großartigen Erziehung der Kinder leistet und sich darüber hinaus noch um alle weiteren Belange, wie z.B. uns mit regelmäßigen Nachrichten aus dem Heim zu versorgen, kümmert.

Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, Teil dieser großartigen Familie sein zu dürfen. Wir danken allen Mitgliedern und Förderern ganz herzlich, die uns hierbei unterstützen!

Januar Februar 2013: Kurzbericht

Besuch im Kinderheim

(Foto: privat)

Kurzbericht aus dem Kinderheim
Das Hightlight unserer Kenia-Reise war der Besuch im Kinderheim. Als wir mit dem Taxi dort ankamen, standen die Kinder schon neugierig in der Tür und stürmten dann auf uns zu. Wir alle waren ganz aufgeregt, was sich auch den ganzen Nachmittag nicht so richtig gelegt hat, und wir haben uns sehr über diese herzliche Begrüßung gefreut. Es war interessant und auch berührend, die Kinder persönlich zu sehen und zu erleben. Trotz der zum Teil schlimmen Schicksale merkte man den Kindern die Zuwendung und Liebe an, die sie dort bekommen.
(von Hildegard Bargfrede-Schröter)